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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 146 31% 69% Maler/in und Lackierer/in ‹ spachteln, schleifen, zuschneiden, tapezieren, mischen, streichen › Der Maler- und Lackiererberuf kann in drei Fachrichtungen erlernt werden: Gestaltung und Instandhaltung, Kir- chenmalerei und Denkmalpflege sowie Bauten- und Korrosionsschutz.  Malerinnen und Lackiererinnen der Fachrichtung Gestaltung und Instand- haltung arbeiten sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung undModernisie- rung von Wohnungen oder Gebäuden.  Sie behandeln, beschichten, gestalten und bekleiden Innenwände, Decken, Böden und Fassaden von Gebäuden. Dabei setzen sie mit verschiedenen Far- ben Akzente – ob in Innenräumen oder an Fassaden, als Farbanstrich, Tapete oder Dekorputz. Außerdem können sie auch Stuckelemente anbringen.  Maler und Lackierer Gestaltung und Instandhaltung gestalten und dämmen zudem ganze Hausfassaden. Durch den Einbau von Dämmstoffen tragen sie zum Sparen bei den Energiekosten bei.  Zu Beginn eines Auftrags gilt es, die Kundschaft eingehend und fundiert zu beraten: zum Beispiel über die verschie- denen Gestaltungsmöglichkeiten oder die erforderlichen Renovierungs-, Sanie- rungs- und Instandsetzungsarbeiten.  Malerinnen und Lackiererinnen der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denk- malpflege bemühen sich, in Kirchen, Schlössern, Burgen und anderen his- torischen Gebäuden Kulturgüter wie Gemälde, Decken, Fassaden und Ein- richtungsgegenstände zu erhalten. Ist eine Restaurierung nicht mehr möglich, fertigen sie eine Rekonstruktion an.  Maler und Lackierer der Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz sind für den Schutz und die Sanierung von Gebäuden, Gebäudeteilen und Anla- gen verantwortlich. Sie bemalen und beschichten, dichten Fugen ab und füh- ren die nötigen Korrosions- und Brand- schutzmaßnahmen durch.  DieMaler und Lackierer aller drei Fach- richtungen kümmern sich auch um die Wartung und Reinigung der Spritzma- schinen und Lackieranlagen. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Handwerk): duale Ausbil- dung Betrieb/Berufsschule; auch als Weiterbildung: 1 Jahr nach Bauten- und Objektbeschichter. Sonnenseite Der Maler und Lackierer hat einen abwechslungsreichen und verant- wortungsvollen Beruf. Er ist imKon- takt mit demKunden und führt die Arbeit von Anfang bis Ende selb- ständig aus. Schattenseite Der Maler und Lackierer muss die Arbeiten letztlich so ausführen, wie es der Kunde wünscht, auch wenn ihm persönlich eine andere Farbe oder Tapete besser gefallen hätte. Vorurteil »Immer mit Farbklecksen herum- laufen!« Realität Natürlich gibt es ab und zu Farbsprit- zer, doch kann derMaler und Lackie- rer damit professionell umgehen. Was, wozu? Damit Fenster, Balkontüren, Fassa- den und Zäune gegenWitterungs- einflüsse und Rosten geschützt sind, überzieht sie der Maler und Lackierer mit einem Antikorrosi- ons-Farbanstrich. Damit der neue Farbanstrich nicht wieder abblättert, brennt und schleift die Malerin und Lackiere- rin die alte Farbe vorher gründlich ab und prüft die Untergrundver- träglichkeit. Damit ein Anstrich genau die gewünschte Farbnuance aufweist, mischt der Maler und Lackierer die Farben fachgerecht. Damit Tapeten mit einem kompli- zierten Muster richtig an die Wand kommen, achtet die Malerin und Lackiererin sorgfältig darauf, dass sie die Bahnenmustergerecht anei- nander klebt. Damit die Heizkosten gesenkt wer- den, baut der Maler und Lackierer vor der Farbbeschichtung Däm- melemente ein. Damit Baudenkmäler und antike Bauten uns und der Nachwelt erhal- ten bleiben, restauriert sie dieMale- rin und Lackiererin historisch genau. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor of Engineering Farben/Chemie, Bachelor of Arts BWL – Handwerk, Unternehmer/in Techniker/in, Restaurator/in Maler- und Lackierermeister/in Tapetenspezialist/in, Schriftenmaler/in, Fahrzeuglackierer/in, Anstrichtechniker/in, Theatermaler/in, Werbemaler/in, Vorarbeiter/in Maler/in und Lackierer/in Anpassungsfähigkeit Ausdauer Freude am Kundenkontakt Gesunde Atmungsorgane Gutes Geruchs- und Farbsehvermögen Handfertigkeit Höflichkeit, Ehrlichkeit Keine Allergien Schwindelfreiheit Sinn für Gestaltung

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