Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 144 keine Angaben keine Angaben Lehrer/in ‹ vorbereiten, erklären, fragen, diktieren, prüfen, korrigieren, besprechen › Nicht immer geht man gern zur Schule. Aber auch wenn es manchmal anstren- gend ist, lernt man dort Neues, Anre- gendes.  Der Lehrer und die Lehrerin vermitteln Wissen, das im ganzen späteren Leben gebraucht wird. Der Schulstoff ist für jede Stufe vorgegeben.  Die Lehrerinnen und Lehrer entschei- den jedoch selbstständig, wie sie ihn ihren Schülern am besten beibringen können. Das klingt einfacher, als es ist. Jede Klasse ist wieder anders und jedes Kind hat seine ganz eigene Art, Wissen aufzunehmen.  Beim Lernen sollen die Kinder außer- dem ihre individuellen Fähigkeiten ein- setzen, ihre Persönlichkeit entwickeln und mit den Normen und Werten der Gesellschaft vertraut werden.  Die Lehrer und Lehrerinnen suchen darum eine abwechslungsreiche, leb- hafte Unterrichtsweise, welche die Schü- ler einbezieht. Sie planen die Unterrichts- stunden zuerst in einer Übersicht und bereiten sie dann detailliert vor. Sie lesen zum Beispiel Literatur zum Unterrichts- thema, überlegen sich, mit welchen Hilfsmitteln sie den Stoff veranschauli- chen können, erstellen Präsentationen und Arbeitsblätter oder organisieren Exkursionen. Immer wieder führen sie auch Gespräche mit Eltern, Schülern und Schülerinnen.  Besonders wichtig ist für den Lehrer und die Lehrerin auch dieWeiterbildung, um sich fachlich wie auch in ihrer Per- sönlichkeit weiterentwickeln zu können. Dafür setzen sie oft auch einen Teil ihres Urlaubs ein. Zutritt Hochschulreife. Ausbildungsdauer 6 – 8 Semester: Studium für das Lehramt. Sonnenseite Wissen, das man sich selbst ange- eignet hat, umsetzen und weiter- geben ist interessant. Gerade der lebendige Austauschmit den Schü- lern bringt den Lehrer immer wieder auf neue Möglichkeiten. Schattenseite Der Unterricht verläuft nicht immer reibungslos. Spannungen zwischen Schülern und Lehrern, Schülern untereinander oder auch Eltern und Schülern erschweren die Arbeit. Es braucht Offenheit, Feingefühl, Selbstkritik und Durchsetzungs- vermögen, um diesen Problemen erfolgreich zu begegnen. Vorurteil »Lehrerinnen haben es bequem – wenig Arbeit, viel Ferien!« Realität Die Vorbereitung des Unterrichts nimmt viel Zeit in Anspruch. Hinzu kommen Korrekturarbeiten, Lehrer- besprechungen und Gespräche mit Schülern und Eltern. Ein ausgefüllter Arbeitstag, den sich die Lehrerin allerdings, abgesehen vom Schul- unterricht, frei einteilen kann. Was, wozu? Damit die Schüler den erarbeite- ten Stoff üben können, stellt der Lehrer entsprechende Aufgaben zusammen. Damit einKindmit Lernschwierigkei- ten optimal gefördert werden kann, bespricht die Lehrerinmit den Eltern die verschiedenenMöglichkeiten zur zusätzlichen Unterstützung. Damit die Schüler ihre Ansichten und Meinungen formulieren und überprüfen können, erarbeitet der Lehrer mit ihnen ein aktuelles Thema anhand von Unterlagen (z. B. Zeitungsausschnitten) und ermuntert sie immer wieder zu Diskussionsbeiträgen. Damit Kinder, die sich noch nicht allzu lange konzentrieren können, nicht überfordert werden, lockert die Grundschullehrerin den Unter- richt mit Spielen, Geschichten oder Liedern auf. Damit die Schüler ihre individuellen Fähigkeiten und ihre Selbständig- keit entwickeln können, animiert sie der Lehrer zu eigenständigen, ihrem Interesse entsprechenden Arbeiten. Damit die Lehrerin die Gründe für schlechte Schulleistungen bei einem Schüler herausfinden und ihnen ent- gegenwirken kann, spricht sie mit ihm und auch seinen Eltern. Entwicklungsmöglichkeiten Schulleitung Stellvertretende Schulleitung Lehrer/in Diplomatie Einfühlungsvermögen Freude am Unterrichten von jungen Menschen Geduld und Ausdauer Humor Initiative, Fantasie Konsequenz, klare Führung Kontaktfreudigkeit Selbständigkeit Verantwortungsbewusstsein

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