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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 143 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 81% 19% Landwirt/in ‹ pflügen, säen, ernten, füttern, melken, reparieren, organisieren › Eine vielseitige und verantwortungsvol- le Aufgabe für naturverbundene Men- schen!  Tiere und Pflanzen wollen richtig be- handelt werden, der Boden braucht eine sachgerechte Bearbeitung, die Ma- schinen müssen immer einsatzbereit sein, die Umweltschutzbestimmungen eingehalten werden. Wenn auch viele Arbeiten maschinell erledigt werden, so muss doch alles organisiert und über- wacht werden. Selbst bei guter Witte- rung geht die Arbeit nicht ohne Schweiß und Schwielen ab.  Bei den Milchviehbetrieben beginnt der Tag sehr früh. Die Tiere kennen zwar kein Wochenende, aber Mutterkuhhal- ter, Geflügel- und Schweinebetriebe sind längst nicht mehr rund um die Uhr gefordert. Ackerbau und Sonderkul- turbetriebe wiederum haben gar keine Tiere zu versorgen.  Um überhaupt rentabel wirtschaften zu können, spezialisieren sich die Land- wirte auf Obstbau oder Geflügelzucht, Gemüse- oder Ackerbau, Waldbewirt- schaftung, Weinbau oder Rinderzucht usw. Für den selbständigen Landwirt sind kaufmännische Fähigkeiten uner- lässlich: Er muss den Markt ständig be- obachten und entscheiden, mit welchen Produkten er am günstigsten wirtschaf- ten kann.  Landwirte und Landwirtinnen ge- nießen eine Naturbezogenheit, die den Stadt- und Büromenschen weitgehend unmöglich ist. Dafür lohnt sich das frühe Aufstehen und die ganze Arbeit allemal. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Landwirtschaft): duale Ausbildung Betrieb/Berufsschule. Sonnenseite Boden, Pflanzen, Tiere undMaschi- nen – mit allen hat der Landwirt zu tun. Allen lässt er seine sorgfältige Pflege zukommen. Pflanzen und Tiere lohnen es ihm mit gutem Gedeihen. Landwirt ist ein Man- gelberuf. Schattenseite Schlechtes Wetter kann die Freu- de an der Arbeit schon manchmal etwas trüben. Vorurteil »Auf dem Lande arbeitet man immer in einer schönen Gemein- schaft zusammen.« Realität Heutzutage ist eher die Einzeltätig- keit die Regel, da die meiste Arbeit von Maschinen ausgeführt wird. Was, wozu? Damit die Pflanzen gut gedeihen können, bearbeitet der Landwirt den Boden mit dem Pflug und an- deren Geräten. Damit die Tiere gut gedeihen kön- nen, stellt die Landwirtin das Futter optimal zusammen und füttert und tränkt die Tiere regelmäßig. Damit die geernteten Feldfrüchte gut verkauft werden können, or- ganisiert der Landwirt ihre sachge­ rechte Aufbereitung sowie den Verkauf oder die Lagerung. Damit kranke Tiere möglichst schnell wieder gesund werden, pflegt sie die Landwirtin gemäß den Anweisungen des Tierarztes. Damit die Maschinen und Geräte optimal eingesetzt werden kön- nen, pflegt und wartet sie der Landwirt sorgfältig. Damit die Umwelt geschont wird, pflegt die Landwirtin die Was- serläufe und hält die Grund- und Oberflächenwasser rein. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor of Science – Agrarwirtschaft Staatl. geprüfte/r Techniker/in für Landbau Landwirtschaftsmeister/in Betriebsleiter/in, Verwalter/in Landwirt/in Einsatzbereitschaft Freude an der Natur Gute Konstitution Interesse für Buchhaltung und Kalkulation Scharfe Beobachtungsgabe Technisches Geschick Verantwortungsgefühl Verständnis für ökologische Zusammenhänge Vielseitigkeit Zuverlässigkeit

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