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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 141 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 90% 10% Kraftfahrzeug- mechatroniker/in ‹ beraten, messen, einstellen, fertigen, feilen, bohren, reparieren › Die Kraftfahrzeugmechatronikerin und der Kraftfahrzeugmechatroniker führen alle Diagnose-, Service- und Reparatur- arbeiten an Fahrzeugen aus. Die Fahr- sicherheit der Autofahrer hängt direkt von ihrer verantwortungsvollen Arbeit in der Kfz-Werkstatt ab.  Bei Servicearbeiten kontrollieren die Kraftfahrzeugmechatronikerinnen die Funktionen an Autos, Motorrädern und Lastkraftwagen: Fehler an den verschie- densten Einrichtungen und Systemen – Freisprechanlagen, Sprachsteuerungen, Navigations- und Telefonsystemen oder neuster Unterhaltungselektronik – sol- len entdeckt werden, bevor dadurch größere Schäden oder sogar Unfälle entstehen.  Kraftfahrzeugmechatroniker kont- rollieren nicht nur, sondern diagnosti- zieren und reparieren auch. Sie finden Störungen an den Fahrzeugen heraus und beheben sie. Das ist nicht immer einfach und natürlich sollte dies auch immer möglichst rasch geschehen. Dazu braucht es viel technisches Know-how und Erfahrung. Vielleicht haben einige Jugendliche die Vorstellung, dass Kraft- fahrzeugmechatroniker und -mechat- ronikerinnen in einer kalten Werkstatt arbeiten und immer dreckig und ölver- schmiert sind, aber dem ist nicht so. Während ihrer Ausbildung erwerben die Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Ausbildungsdauer 3,5 Jahre (Handwerk + Industrie): duale Ausbildung in Betrieben und in der Berufsschule. Zum Teil ent- scheidet man sich schon bei Aus- bildungsbeginn, spätestens jedoch ab dem dritten Ausbildungsjahr für einen von fünf Schwerpunkten: Per- sonenkraftwagentechnik, System- und Hochvolttechnik, Motorrad- technik, Nutzfahrzeugtechnik oder Karosserietechnik. Je nach Bundesland kann die Aus- bildung durch Fachhochschulreife ein Jahr verkürzt werden. Oder mit Realschulabschluss besteht die Möglichkeit, nach dem ersten Lehrjahr eine duale Ausbildung an einem Berufskolleg zu absolvieren. Dauer: 3 Jahre; nebenbei kann die Fachhochschulreife erlangt werden. Sonnenseite Störungen eines Autos herauszu- finden ist spannend – und sinnvoll! Schattenseite Manche Störungen sind schwer her- auszufinden, sie zu beheben noch schwerer, und wenn dann noch Termindruck dazukommt. Vorurteil »Das ist mir zu kompliziert!« Realität Einfach ist es nicht! Doch in der Ausbildung lernt man alles einen Schritt nach demanderen, vomEin- fachen zum Schwierigeren – man muss nicht gleich alles wissen. Was, wozu? Damit sich der Autofahrer auf die Bremsen seines Autos verlassen kann, überprüft die Kraftfahrzeug- mechatronikerin das Bremssystem und stellt es neu ein. Damit die Abgase eines Lastwa- gens störungsfrei abgehen können, wechselt der Kraftfahrzeugmecha- troniker auch mal einen Auspuff oder eine ganze Auspuffanlage aus. Damit ein teures oder seltenes Auto vor Diebstahl geschützt ist, baut die Kraftfahrzeugmechatronikerin eine Alarmanlage ein. Damit der Sattelschlepper wieder einsatzfähig wird, kontrolliert der Kraftfahrzeugmechatroniker die Automatikgetriebesteuerung und die Brems- und Lenkassistenten und behebt die vorgefundenen Fehl- funktionen. Damit das Auto den Abgasvor­ schriften genügt, führt die Kraft- fahrzeugmechatronikerinMessun- gen am Motor durch und stellt ihn wieder richtig ein. Damit das Autoradio einen guten Empfang hat, montiert der Kraft- fahrzeugmechatroniker eine Ent­ störungsanlage und eine Antenne. Entwicklungsmöglichkeiten Geschäftsleitung, Master of Engineering, selbständige/r Unternehmer/in Abteilungsleitung, Ausbildungsleitung, Bachelor of Engineering Meister/in im Kfz-Techniker-Handwerk Kfz-Servicetechniker/in Kraftfahrzeugmechatroniker/in Ausdauer Erfassen von technischen Zusammenhängen Freude am selbständigen Arbeiten Gründlichkeit und Sorgfalt Handwerkliches Geschick Interesse für Elektrik und Elektronik Lernfreude Logisches Denkvermögen Verantwortungsbewusstsein Widerstandsfähige Gesundheit Kraftfahrzeugmechatroniker die folgen- den Kernkompetenzen: Fahrzeugdiag- nose, Fahrzeugsysteme, Mechatronik, Kraftfahrzeugelektrik und -elektronik, Kraftfahrzeugwartung und -repara- tur. Weitere wichtige Kompetenzen für die Ausübung dieses Berufes sind unter anderem Achsvermessung, Aus- puff- und Stoßdämpferdienst, Kor­ rosionsschutz, Rahmenrichten und -vermessen sowie Motormanagement- systeme überprüfen und regeln.

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