Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 140 97% 3% Kosmetiker/in ‹ untersuchen, reinigen, massieren, beraten, behandeln, verkaufen › Viele Frauen und auch immer mehr Männer gehen gerne zur Kosmetikerin, um sich fachkundig pflegen, beraten und verwöhnen zu lassen.  Kosmetiker und Kosmetikerinnen pflegen Gesicht, Dekolleté, Finger- und Fußnägel ihrer Kundinnen. Sie zupfen Augenbrauen, reinigen und massieren die Gesichtshaut und z.T. den Körper, behandeln Problemhaut, tragen Mas- ken und Packungen auf und am Ende ein passendes Make-up.  Sie wissen einiges über Anatomie und Hauteigenschaften, beraten in allen Fragen der Schönheitspflege und ge- ben Gesundheits- und Kosmetik-Tipps. Meist arbeiten sie mit den Händen, set- zen aber auch Öle, Dampf- oder Mas- sage-Apparate ein. Durch ihre gezielte Make-up-Wahl bringen sie den speziel- len Typ ihrer Kundinnen vermehrt zum Ausdruck.  Kosmetikerinnen haben Freude am Kundenkontakt, beherrschen aber die Kunst der Zurückhaltung und Diskre- tion. Durch diese Eigenschaften und ihr Können erarbeiten sie sich oft eine langjährige Stammkundschaft. Sie üben einen Beruf aus, der entscheidend zum Wohlbefinden des Menschen beiträgt. Zutritt Mindestens Hauptschul-, besser mittlerer Bildungsabschluss; in der Berufsberatung und in Betrieben nachfragen. Ausbildungsdauer Je nach Bundesland verschieden. Es gibt staatlich anerkannte, lan- desrechtlich geregelte, 1-, 2- oder 3-jährige Vollzeitausbildungen an Berufsfachschulen und Berufskol- legs. Oder es kann eine 3-jährige, duale Berufsausbildung (Industrie, Handel und Handwerk) zum/zur Kosmetiker/in absolviert werden. Dabei werden Wahlqualifikations- einheiten angeboten. (Je nach Vor- bildung und auf Antrag ist eine Verkürzung der Ausbildungszeit möglich). Sonnenseite Die Kosmetikerin hat durch ihre Arbeit eine sehr persönliche Beziehung zur Kundin. Wenn sie sich mit der Kundin versteht, wird sie immer wieder zu ihr kommen. Schattenseite Kann bei falscher Haltung körper- lich anstrengend sein; manchmal muss Schichtarbeit am Wochen- ende geleistet werden. Vorurteil »Als Kosmetikerin muss man nur hübsch sein und nicht viel denken.« Realität Ein gepflegtes Äußeres ist selbst- verständlich für eine Kosmetike- rin. Doch denken muss sie viel: Die große Produktauswahl und die unterschiedlichen Methoden sind eine Herausforderung. Was, wozu? Damit die Haut der Kundin für die Pflege vorbereitet ist, reinigt sie die Kosmetikerin sorgfältig. Damit sich die Gesichtshaut der Kundin erholen kann, wendet der Kosmetiker eine dem Hauttyp ent- sprechende Behandlung an, zum Beispiel eine Gesichtsmaske. Damit die Haut der Kundin gut durchblutet und das Bindegewe- be trainiert wird, massiert sie die Kosmetikerin. Damit dieWimpern der Kundin op- timal zur Wirkung kommen, färbt sie der Kosmetiker nach Wunsch. Damit Sitzplätze, Arbeitsinstru­ mente und Apparate für jede Kun- din wieder sauber sind, reinigt sie die Kosmetikerin nach jedem Ge- brauch; auch achtet sie auf peinlich genaue Ordnung im Salon. Damit sich die Kundin ihrem Typ entsprechend schminken kann, gibt ihr der Kosmetiker Ratschläge und trägt ihr ein passendes Ma- ke-up auf. Damit auftretende Hautkrankhei- ten sofort behandelt werden kön- nen, macht die Kosmetikerin die Kundin auf Hautveränderungen aufmerksam und verweist sie an einen Arzt. Entwicklungsmöglichkeiten Inhaber/in eines Kosmetikstudios oder Kosmetikfachgeschäftes Leiter/in eines Wellnessbereichs oder Kosmetikstudios Wellness- und Beautyfachwirt/in, Saunameister/in, Kneipp- Bademeister/in, Masseur/in und medizinische Bademeister/in Kosmetik-Berater/in, Demonstrant/in, Gebietsrepräsentant/in, Verkaufsleiter/in (Industrie) Kosmetiker/in Einfühlungsvermögen Gute Allgemeinbildung Handgeschicklichkeit Kontaktfreudigkeit Organisationstalent Schönheitssinn Sinn für Sauberkeit und Ordnung Verantwortungsbewusstsein Zuhören können, Verschwiegenheit Zuverlässigkeit

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