Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 120 18% 82% Justizfachwirt/in (Beamter/-in des mittleren Justizdienstes) ‹ verwalten, archivieren, protokollieren, berechnen, organisieren › Justizfachwirt und Justizfachwirtin erfül- len bei der Justiz wichtige und verant- wortungsvolle Aufgaben.  Sie werden bei Gerichten und Staats- anwaltschaften in einer Serviceeinheit als unabhängige Urkundsbeamte ein- gesetzt. Zu ihren Aufgaben gehören die Abwicklung des Geschäftsbetriebes in den Serviceeinheiten, d. h. die Anlage und Verwaltung von Akten sowie die Aufnahme von Anträgen und Erklärun- gen.  Als Urkundsbeamtinnen und Urkunds- beamten der Geschäftsstelle fertigen sie außerdem Schriftstücke und bewirken deren Zustellung. Sie laden Parteien, Zeu- gen und Sachverständige ein. Zudem gewähren sie Akteneinsicht und neh- men selbständig Erklärungen von Ver- fahrensbeteiligten auf. Ebenfalls in ihren Aufgabenbereich gehört es, (vollstreck- bare) Ausfertigungen von Beschlüssen, Urteilen und gerichtlichen Vergleichen zu erteilen und Gerichtskosten von den Parteien anzufordern. Sie berechnen die Entschädigungen für Zeugen und Sach- verständige und veranlassen die Aus- zahlung.  In Verhandlungen und Sitzungen, vor allem in Strafsachen, werden Justizfach- wirte auch mit der Protokollführung betraut. Sie bewirken auchMitteilungen an andere Behörden (Bundeszentralre- gister, Verkehrszentralregister, Jugend- ämter usw.).  Als Kostenbeamte sind sie mit der Bewertung und Berechnung der Gerichtskosten der einzelnen Verfahren beschäftigt und fertigen unter anderem Kostenrechnungen. Zutritt Realschulabschluss, qualifizierender Hauptschulabschluss oder Gleich- wertiges; deutsche Staatsange- hörigkeit oder die eines anderen EU-Mitgliedstaates; Einhaltung der Altersgrenzen, Teilnahme an einem Auswahlverfahren. Ausbildungsdauer 2 Jahre (Vorbereitungsdienst). Sonnenseite Ein vielseitiger und verantwort­ ungsvoller Büroberuf. Bürgernähe, Freundlichkeit und Genauigkeit werden geschätzt. Schattenseite Hin und wieder kann der Arbeits- anfall groß sein, der Termindruck macht es dann nicht leichter. Vorurteil »Welch trockeneMaterie –Gesetze, Regeln, Vorschriften!« Realität Dieser Beruf ist interessant und abwechslungsreich, erfordert Tea­ marbeit und umfasst Kontakt mit Menschen. Was, wozu? Damit ein reibungsloser Arbeits­ ablauf gewährleistet ist, überwacht der Justizfachwirt die Termine, legt die Akten fristgemäß vor und erteilt Auskunft zum Verfahrensstand. Damit eine Verhandlung stattfinden kann, bereitet die Justizfachwirtin die Termine vor. Sie lädt die Betei- ligten ein, fertigt Sitzungsaushänge und legt die Akten demRichter vor. Damit ein Nachweis über den Ver- handlungsinhalt gefertigt wird, führt der Justizfachwirt in der Gerichtsverhandlung gewissen- haft Protokoll. Damit der Gläubiger die Zwangs- vollstreckung einleiten kann, fertigt die Justizfachwirtin vollstreckbare Ausfertigungen von Urteilen und Vergleichen. Damit der Arbeitsanfall in den ein- zelnen Abteilungen berechnet wer- den kann, führt der Justizfachwirt über jedes Verfahren eine Statistik. Entwicklungsmöglichkeiten Amtsinspektor/in Hauptsekretär/in Obersekretär/in Sekretär/in Sekretär/in zur Anstellung Justizfachwirt/in auch: Justizsekretär/in Ausdrucksfähigkeit Belastbarkeit Bürgernähe IT-Kenntnisse Entscheidungsfreude Organisationsfähigkeit Pflichtbewusstsein Teamverhalten Verantwortungsbereitschaft Zuverlässigkeit

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