Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 118 keine Angaben keine Angaben Journalist/in ‹ ermitteln, recherchieren, interviewen, lesen, schreiben, bearbeiten › Die Journalistin und der Journalist sind immer am Puls der Zeit und berichten, was gerade aktuell ist.  Die Arbeit ist vielseitig, denn es gibt die verschiedensten Fachgebiete, so- genannte Ressorts. Genauso verhält es sich mit dem Medium: Journalisten schreiben nicht nur für Zeitungen und Zeitschriften, sondern auch für Maga- zine, Journale, fürs Fernsehen oder den Rundfunk.  Dabei kann es sich um einfache Arti- kel, Reportagen, Interviews, Film- oder Theaterkritiken handeln, aber auch um regelmäßige Beiträge wie z. B. Kolum- nen. Artikel zu aktuellen Ereignissen er- stellen die Journalistinnen weitgehend selbständig, müssen aber unbedingt den Redaktionsschluss einhalten und sind deshalb oft unter Zeitdruck.  Sie recherchieren viel und gestalten ihren Beitrag so lesefreundlich wie mög- lich. Auch beachten sie die Presse- und Meinungsfreiheit und schreiben mög- lichst neutral.  Das heißt, sie lassen keine rassisti- schen Andeutungen, religiöse oder na- tionale Diskriminierung in ihre Texte ein- fließen – das gehört zur journalistischen Sorgfaltspflicht. Zutritt Es gibt viele Wege zum Journa- lismus. Immer mehr wird aber ein breites Allgemeinwissen ge- fordert (Studium). Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen an Jour- nalistenschulen und bei Zeitungen ist riesig. Ausbildungsdauer Maximal 5 Jahre an Verleger-Schu- len oder Universitäten; unter Um- ständen auch Volontariat (Zei- tungs-Praktikum) möglich. Sonnenseite Die Arbeit des Journalisten ist span- nend: Er begegnet immer wieder interessanten Menschen. Weil er seine Arbeit selbständig einteilen kann, genießt er eine gewisse Frei- heit. Schattenseite Journalismus ist eine hektische An­ gelegenheit. Man muss äußerst flexibel auf die aktuellen Ereignisse reagieren können. Der Journalist hat keine regelmäßige Arbeitszeit. Vorurteil »Wer gerne und gut schreibt, ist schon ein halber Journalist!« Realität Nicht jeder, der gern schreibt, ist der geborene Journalist. Der Jour- nalist ist oft unterwegs: Er sucht sich die Informationen zusammen. Dazu braucht es viel persönliches Engagement, Selbstsicherheit und unverwüstliche Freude am Entde- cken von Neuem. Was, wozu? Damit der Journalist aktuelle Be- richte erstellen kann, muss er sich ständig umhören und laufend in- formieren. Damit in der Zeitung nur dieje- nigen Meldungen zu lesen sind, die für die Leserschaft interessant erscheinen, wählt die Journalistin die wichtigsten der eingegange- nen Meldungen aus und überar- beitet sie. Damit der Sportjournalist Brand­ aktuelles berichten und erfolgrei- che Sportler unverzüglich inter­ viewen kann, nimmt er an den verschiedensten Sportanlässen teil und notiert sich die Höhepunkte. Damit der Leser sich von der In- szenierung eines Theaterstückes ein Bild machen kann, besucht die Journalistin die Erstaufführung (Premiere) und bespricht sie dann in einem Bericht. Damit der Artikel durch passen- de Bilder ergänzt wird, sucht der Journalist die aussagekräftigsten Fotos heraus, die er im Archiv fin- det oder die er vom Pressefotograf erhalten hat. Damit die Leser mehr über bekann- te Persönlichkeiten erfahren kön- nen, interviewt sie die Journalistin und verfasst über sie einen Beitrag. Entwicklungsmöglichkeiten Chefredakteur/in, Public-Relations-Chef/in Abteilungsleiter/in Ressortchef/in Reporter/in, Korrespondent/in, Bildjournalist/in, Feuilletonist/in, Leitartikler/in, Moderator/in, Pressereferent/in (Spezialisierungen) Journalist/in Belastbarkeit Freude am Denken und Schreiben Kontaktfreudigkeit Mitteilungsbedürfnis Neugier und Lernfreudigkeit Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen Sprachkenntnisse Teamfähigkeit Verantwortungsbewusstsein Zügige Arbeitsweise

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