Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 113 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 97% 3% Industriemechaniker/in ‹ bohren, drehen, fräsen, schleifen, feilen, schweißen, löten, montieren › Mechanik ist die Lehre vom Gleichge- wicht und von der Bewegung der Kör- per. Maschinen basieren auf den Geset- zen der Mechanik, ihre Teile bewegen sich: rotieren, greifen ineinander, über- tragen Kräfte usw.  Industriemechaniker und Industrie- mechanikerinnen wenden diese Gesetze praktisch an, wenn sie Teile vonMaschi- nen, Apparaten oder Instrumenten her- stellen und montieren. Vorlage für die Fertigung sind technische Zeichnungen. Je nach Betrieb ist die Digitalisierung auch hier auf dem Vormarsch. Meist bearbeiten Industriemechanikerinnen Stahl, immer mehr aber auch Kunststoff. Zuerst stellen sie alle einzelnen Werk- stücke von Hand an der Werkbank oder mit Maschinen her. Diese Werkstücke müssen auf Hundertstel-, manchmal Tausendstelmillimeter genau sein. Dann bauen sie sie zusammen (Montage).  Industriemechaniker arbeiten in me- chanischen Werkstätten und Maschi- nenhallen, im Versuchsstand, wo neue Maschinen getestet werden, oder auf Montage. Sie sind Experten für indust- rielle Maschinen und Produktionsanla- gen, stellen sie her und halten sie auch instand.  Industriemechanikerin und -mechani- ker ist einer der gefragtesten Berufe der industriellen Metallfachbearbeitung. In der Ausbildung werden die folgenden Gebiete vertieft behandelt: Feingeräte- bau, Instandhaltung, Maschinen- und Anlagenbau, Produktionstechnik, Ver- antwortung bei der Disposition und beim Terminieren, Verantwortung in- nerhalb des betrieblichen Qualitätsma- nagements, Kundenorientierung und Fachenglisch. Zutritt Gut abgeschlossene Hauptschule mit guten Leistungen inMathema- tik und Physik. Ausbildungsdauer 3,5 Jahre (Industrie + Handel + Handwerk): duale Ausbildung Betrieb/Berufsschule oder Be- trieb/Fachhochschule. Ein Teil der Ausbildung kann im Ausland ab- solviert werden und die schulische Ausbildung darf auch mit einer Kammerprüfung abgeschlossen werden. Sonnenseite Industriemechaniker und -mecha- nikerinnen verfügen über eine brei- te Grundlagenausbildung. Darum haben sie auch gute Berufsmög- lichkeiten, denn sie können unter Umständen leicht in einen anderen Metallberuf überwechseln. Sie fin- den auch im Ausland Arbeit. Schattenseite Die Metallbearbeitung, ob von Hand oder mit der Maschine, geht nicht ohne Lärm ab, vor allem in Maschinenhallen. Vorurteil »Industriemechaniker ist ein herz- loser Beruf – immer nur Maschi- nen!« Realität Natürlich stehen die Maschinen im Mittelpunkt – schließlich sind Industriemechaniker nicht Ärz- te oder Lehrer. Wer diesen Beruf wählt, sollte wirklich Freude an Maschinen haben! Was, wozu? Damit der Industriemechaniker ein Werkstück exakt in der gewünsch- ten Größe fertigt, hält er sich genau an die Vorgaben der technischen Zeichnungen. Damit die Industriemechanikerin die verschiedenartigen Teile ferti- gen kann, beherrscht sie die einzel- nenMetallbearbeitungsmethoden und kennt die Eigenschaften der Metalle. Damit die Maschine, die Abschnit- te von Kurbelwellen fräst, wieder läuft, ersetzt der Industriemecha- niker ein Ventil und die durchge- brochene Kolbenstange. Damit bei der Montage der Ma­ schine Verzögerungen verhindert werden, plant die Industriemecha- nikerin sorgfältig die Reihenfolge der Arbeitsschritte. Damit sich der Industriemechani- ker nicht durch einenMetallsplitter verletzt, schützt er seine Augen bei heiklen Arbeitsgängen wie Schwei- ßen oder Erhitzen mit einer Brille. Entwicklungsmöglichkeiten Master of Engineering, Unternehmer/in Bachelor of Engineering, Geschäftsführung Meister/in, Techniker/in, Konstrukteur/in Industriemechaniker/in Exakte Arbeitsweise Freude an Mathematik und Physik Freude an Metallbearbeitung Handgeschicklichkeit Organisationstalent Teamfähigkeit Technisches Verständnis Zuverlässigkeit Interesse für Hand- und Maschinenarbeit Ausdauer

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