Berufskatalog 2023 des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 113 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 97% 3% Industriemechaniker/in ‹  bohren, drehen, fräsen, schleifen, feilen, schweißen, löten, montieren › Mechanik ist die Lehre vom Gleichgewicht und von der Bewegung der Körper. Maschinen basieren auf den Gesetzen der Mechanik, ihre Teile bewegen sich: rotieren, greifen ineinander, übertragen Kräfte usw. Industriemechaniker und Industriemechanikerinnen wenden diese Gesetze praktisch an, wenn sie Teile vonMaschinen, Apparaten oder Instrumenten herstellen und montieren. Vorlage für die Fertigung sind technische Zeichnungen. Je nach Betrieb ist die Digitalisierung auch hier auf dem Vormarsch. Meist bearbeiten Industriemechanikerinnen Stahl, immer mehr aber auch Kunststoff. Zuerst stellen sie alle einzelnen Werkstücke von Hand an der Werkbank oder mit Maschinen her. Diese Werkstücke müssen auf Hundertstel-, manchmal Tausendstelmillimeter genau sein. Dann bauen sie sie zusammen (Montage). Industriemechaniker arbeiten in mechanischen Werkstätten und Maschinenhallen, im Versuchsstand, wo neue Maschinen getestet werden, oder auf Montage. Sie sind Experten für industrielle Maschinen und Produktionsanlagen, stellen sie her und halten sie auch instand. Industriemechanikerin und -mechaniker ist einer der gefragtesten Berufe der industriellen Metallfachbearbeitung. In der Ausbildung werden die folgenden Gebiete vertieft behandelt: Feingerätebau, Instandhaltung, Maschinen- und Anlagenbau, Produktionstechnik, Verantwortung bei der Disposition und beim Terminieren, Verantwortung innerhalb des betrieblichen Qualitätsmanagements, Kundenorientierung und Fachenglisch. Zutritt Gut abgeschlossene Hauptschule mit guten Leistungen inMathematik und Physik. Ausbildungsdauer 3,5 Jahre (Industrie + Handel + Handwerk): duale Ausbildung Betrieb/Berufsschule oder Betrieb/Fachhochschule. Ein Teil der Ausbildung kann im Ausland absolviert werden und die schulische Ausbildung darf auch mit einer Kammerprüfung abgeschlossen werden. Sonnenseite Industriemechaniker und -mechanikerinnen verfügen über eine breite Grundlagenausbildung. Darum haben sie auch gute Berufsmöglichkeiten, denn sie können unter Umständen leicht in einen anderen Metallberuf überwechseln. Sie finden auch im Ausland Arbeit. Schattenseite Die Metallbearbeitung, ob von Hand oder mit der Maschine, geht nicht ohne Lärm ab, vor allem in Maschinenhallen. Vorurteil »Industriemechaniker ist ein herzloser Beruf – immer nur Maschinen!« Realität Natürlich stehen die Maschinen im Mittelpunkt – schließlich sind Industriemechaniker nicht Ärzte oder Lehrer. Wer diesen Beruf wählt, sollte wirklich Freude an Maschinen haben! Was, wozu? Damit der Industriemechaniker ein Werkstück exakt in der gewünschten Größe fertigt, hält er sich genau an die Vorgaben der technischen Zeichnungen. Damit die Industriemechanikerin die verschiedenartigen Teile fertigen kann, beherrscht sie die einzelnenMetallbearbeitungsmethoden und kennt die Eigenschaften der Metalle. Damit die Maschine, die Abschnitte von Kurbelwellen fräst, wieder läuft, ersetzt der Industriemechaniker ein Ventil und die durchgebrochene Kolbenstange. Damit bei der Montage der Maschine Verzögerungen verhindert werden, plant die Industriemechanikerin sorgfältig die Reihenfolge der Arbeitsschritte. Damit sich der Industriemechaniker nicht durch einenMetallsplitter verletzt, schützt er seine Augen bei heiklen Arbeitsgängen wie Schweißen oder Erhitzen mit einer Brille. Entwicklungsmöglichkeiten Master of Engineering, Unternehmer/in Bachelor of Engineering, Geschäftsführung Meister/in, Techniker/in, Konstrukteur/in Industriemechaniker/in Exakte Arbeitsweise Freude an Mathematik und Physik Freude an Metallbearbeitung Handgeschicklichkeit Organisationstalent Teamfähigkeit Technisches Verständnis Zuverlässigkeit Interesse für Hand- und Maschinenarbeit Ausdauer

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