Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 112 59% 41% Industriekaufmann/-frau ‹ informieren, verhandeln, prüfen, bestellen, kalkulieren, buchen, auswerten › Industriekaufleute befassen sich mit allen Geschäftsarbeiten, die in einem Indus- triebetrieb anfallen. Sie betreiben also Werbung für die Produkte des Betrie- bes – das können Waren wie Wasch- becken, Plastikgeschirr oder Strickwaren sein oder auch Dienstleistungen wie ein Handtuchservice für Restaurants.  Industriekaufleute sind daher mit allen Bereichen des Betriebes vertraut. Zu ihren Aufgaben gehört der Einkauf von Rohstoffen, wobei sie mit den Lieferan- ten über einen möglichst günstigen Preis verhandeln. Sie überwachen aber auch die Arbeit des Personals, planen dessen Einsatz und prüfen die Produkte oder Dienstleistungen. Bei Qualitätsmängeln lassen sie die Ursachen ermitteln (z. B. Personalmangel) und beheben sie. Für die Lieferung der Waren erstellen sie die Auftragspapiere. Vorher verhandeln sie mit den Kunden über die Preise und die Art der Lieferung.  Dieser Beruf ist also abwechslungs- reich und verantwortungsvoll: Gesprä- che mit Kundschaft und Lieferanten, Vergleich von Warenangeboten, Pla- nung der Warenbeschaffung, Analyse des Jahresabschlusses (Umsatz, Auf- wand, Reingewinn) usw. Industriekauf- leute überlegen sich auch, wie man z.B. Arbeitsausfälle reduzieren kann, indem die Arbeitsbedingungen verbessert wer- den. Dazu untersuchen sie nicht nur phy- sikalische Belastungen wie Lärm oder Staub, sondern auch andere Störfak- toren wie schlechtes Arbeitsklima oder mangelnde Strukturen.  Industriekaufleute arbeiten in Unter- nehmen nahezu aller Wirtschaftsbe- reiche, so etwa in der Elektro- und Textilindustrie, und befassen sich mit kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Aufgaben in allen Geschäftsbereichen, vom Rechnungswesen über das Marke- ting bis hin zum Personalwesen.  So werden sie mit vielen unterschied- lichsten Aufgaben betraut, die sie ent- weder selbst ausführen oder kontrol- lieren. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Erfahrungsgemäß mindestens mittlerer Bildungsab- schluss, für Zusatzqualifikationen sogar Abitur; zum Teil Einstellungs- tests. Wichtig sind Mathematik, Deutsch, Englisch. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Industrie+Handwerk): duale AusbildungBetrieb/Berufsschule; für Abiturienten evtl. nur 2 Jahre. Im 3. Jahr kann man ein bestimm- tes Einsatzgebiet wählen. Bei der Zusatzqualifikation EU ist eine Teil-Ausbildung imAuslandmöglich. Sonnenseite Eine vielseitige, anforderungsrei- che Tätigkeit. Schattenseite Reklamierende Kunden, erfolglose Werbemaßnahmen, verspätete Lie- ferungen. Vorurteil »Das ist mir zu hektisch! Dauernd von einer Sache zur anderen het- zen!« Realität Mit Hetzen sind die Aufgaben in diesem Beruf nicht zu bewältigen, nur mit Ruhe und Konzentration. Was, wozu? Damit der Industriekaufmann den Grad der Rentabilität des Betrie- bes konkret feststellen kann, hält er alles in Zahlen fest, vom Mate- rialverbrauch über die Lohnkosten bis hin zu Spesen und Investitionen. Damit die Industriekauffrau den Preis für das Produkt der Firma möglichst günstig halten kann, verhandelt sie mit den Lieferanten über die günstigsten Preise für ihre Rohprodukte. Damit die Industriekauffrau die Bedürfnisse der Kunden besser kennen lernt, gibt sie eine Markt- forschungsstudie in Auftrag. Damit neue Kunden gewonnen werden, plant der Industriekauf- mann eine Werbeaktion mit Pla- katen, Inseraten und Postwurfsen- dungen. Damit die Produkte kostengünstiger hergestellt werden können, sucht die Industriekauffrau billigere Roh- produkte, mietgünstigere Lager und Werkhallen sowie tüchtige Hilfs- arbeiter. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor of Arts – Volkswirtschaftslehre, selbständige/r Unternehmer/in Bachelor of Arts – Betriebswirtschaftslehre, Geschäftsleitung Vertriebsleitung, Produktmanagement Industriefachwirt/in, Bilanzbuchhaltung, Personalfachmann/-frau Industriekaufmann/-frau Einsatzbereitschaft Flexibilität Gutes Gedächtnis Interesse an EDV, Englisch Klare Ausdrucksfähigkeit Kontaktfreudigkeit, Teamfähigkeit Logisches Denken, Entscheidungsfreudigkeit Mobilität Organisationstalent Vielseitigkeit  Der Einsatz von Informations- und Telekommunikationssystemen ist stark betont. Ebenso wichtig für diese Berufs- leute sind Kundenorientierung, vernetz- tes Denken und das Erkennen von wirt- schaftlichen Zusammenhängen.

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