Berufskundeverlag Berufskatalog.de

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 109 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 44% 56% Immobilienkaufmann/-frau ‹ beraten, verhandeln, kalkulieren, einholen, prüfen, verwalten, abschließen › Wer sich diesen Beruf als Schreibtisch- beruf vorstellt, liegt falsch. Die Immo- bilienkauffrau und der Immobilienkauf- mann arbeiten ebenso viel außerhalb des Büros. Sie beraten Kunden über die ide- ale Lage von Wohnraum, entsprechend ihren Bedürfnissen und finanziellen Vor- stellungen. Ein Ehepaar mit Kleinkindern ist in einem grünen Bezirk mit kinder- freundlicher Umgebung sicher besser aufgehoben als inmitten von Hochbau- ten und starkem Verkehr.  Immobilienkaufleute haben einen genauen Überblick über die verschie- denen Bezirke mit ihren besonderen Stärken und Schwächen und können deshalb ihre Kunden fundiert beraten. Das betrifft auch dieWertsteigerung von Immobilien, wann sie sich als Investiti- onsanlage lohnen und wann weniger.  Besonders sind die Immobilienkauf- leute gefordert, wenn ihre Kunden ihre Wohnumgebung von Grund auf neu gestalten, also selber bauen wol- len. Ist nach sorgfältiger Beratung und Recherche des Immobilienkaufmanns das Wunschgrundstück gefunden wor- den, sorgt er in enger Zusammenarbeit mit demArchitekten und dem Bauinge- nieur für die Umsetzung der Wünsche des Kunden. Welcher Grundriss ist am sinnvollsten?Wie soll die Unterteilung in die Stockwerke und Zimmer sein? Auch dass Immobilienkaufleute in Gummistie- feln über Baustellen wandern, um sich genau über den Fortschritt zu informie- ren, gehört dazu.  Das Beraten und Betreuen von Kunden nimmt einen großen Raum ein – Auf- geschlossenheit Menschen gegenüber ist also sehr wichtig. Man berät Mieter nicht nur am Telefon, man besucht sie auch zu Hause.  Immobilienkaufleute vermieten, ver- walten und verkaufen nicht nur priva- ten Wohnraum, sondern auch Gewer- beräume.  Die Arbeit im Büro ist ebenso viel- fältig wie die Außenarbeit: Immobili- enkaufleute beherrschen Controlling, sogar Unternehmensführung bis hin zur Finanzierungsplanung. Zutritt Mindestens Hauptschule; in der Be­ rufsberatung und in Betrieben nach- fragen. Realschulabschluss (kauf- männischer Zweig) stark empfohlen. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Industrie): duale Ausbil- dung in Betrieb, Berufsschule und im überbetrieblichen Verbund. Sonnenseite Selbständige und abwechslungsrei- che Arbeit! Kontakt mit vielen ver- schiedenenMenschen undUmgang mit interessanten Problemen. Schattenseite Termindruck, schwierige Kunden, eine Flut von E-Mails, verstopfte Straßen–manchmal braucht man gute Nerven. Vorurteil »Das ist doch keine Kunst, Mieter zu finden!« Realität Doch – solide Mietersuche will gelernt sein! Die Mieter sollen in das Haus passen, zu den anderen Mietern, zur Umgebung; sie sol- len keine Zahlungsprobleme haben oder Schwierigkeiten imHaus (Lärm, Waschküche usw.) verursachen. Was, wozu? Damit sich Interessenten in aller Ruhe eingehend über Grund- stücks- und Wohnungsangebote informieren können, übergibt ihnen der Immobilienkaufmann sorgsam recherchiertes oder selbst produ- ziertes Informationsmaterial. Damit der Kunde weiß, mit wel­ chen finanziellen Belastungen er rechnen muss und wie er sie be- wältigen kann, erstellt die Immobili- enkauffrau eine Übersicht der Zah- lungsverpflichtungen und erarbeitet Finanzierungsvorschläge. Damit die Wirtschaftlichkeit von Immobilien gesichert ist, schließt die Immobilienkauffrau Mietverträge ab, passt jeweils die Mieten gemäß den gesetzlichen Voraussetzungen an und macht die erforderlichen Abrechnungen. Damit der Gebäude-Eigentümer gegen Schadensfälle gesichert ist, schließt der Immobilienkaufmann die erforderlichen Versicherungs- verträge ab. Damit sich die verwaltetenGebäude stets in gutem Zustand befinden, sorgt die Immobilienkauffrau durch entsprechende Handwerksaufträge für die laufende Instandhaltung und Modernisierung. Entwicklungsmöglichkeiten Master of Business Administration – Real Estate (MBA) Bachelor of Arts – Immobilienmanagement oder Architektur, Bachelor of Engineering – Bauingenieurwesen Fachwirt/in Immobilien, Betriebswirt/in für Immobilien Immobilienkaufmann/-frau Denken in übergeordneten Zusammenhängen Flair für Betriebswirtschaft Gepflegtes Aussehen und gute Umgangsformen Gutes Gedächtnis Interesse für juristische Fragen Klarer Ausdruck und Verhandlungsgeschick Korrektheit Kundenorientierung Verschwiegenheit Verständnis für Umweltfragen

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