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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 108 61% 39% Hotelkaufmann/-frau ‹ kalkulieren, buchen, bestellen, beraten, beantworten, einstellen › »Wo könnenwir gepflegt essen gehen?« »Entschuldigung, wie kommt man zum Münster?« Solche und ausgefallenere Fragen hören die Hotelkaufleute immer wieder. Sie beantworten sie höflich und genau, teils mithilfe des Internets, aber auch mit anderen Unterlagen.  Wer Menschen liebt, Fremdsprachen mag und sich auch nicht vor Computern und Zahlen fürchtet, findet als Hotel- kauffrau oder als Hotelkaufmann ein anregendes Aktivitätsfeld. Diskretion ist dabei Ehrensache. Ein geschwätzi- ger Hotelkaufmann bleibt es nicht lange!  Hotelkaufleute sollten bereit sein, auch außerhalb ihrer Region zu arbeiten, eine rasche Auffassungsgabe besitzen, flink und geschickt sein. Sie befassen sich schwerpunktmäßig mit der kaufmänni- schen Seite des Hotelbetriebs, kalkulieren und kontrollieren, rechnen Währungen um, erstellen Rechnungen, betriebliche Kennzahlen und Statistiken. Sie führen vorbereitende Arbeiten für den Jahres- abschluss durch. Auch das gesamte Per- sonalwesen ist ihnen unterstellt.  Der Umgang mit Gästen – Beratung und Verkauf – gehört zu den Haupt- aufgaben der Hotelkaufleute. Ihre Bera- tungsgespräche planen sie sorgfältig und bereiten sie auch nach.  Daman alsGast oft zuerst ander Rezep- tion einem Hotelkaufmann oder einer Hotelkauffrau begegnet, ist der erste Ein- druck stark von dieser Person geprägt. Sie wirkt als Visitenkarte des Hotels. Zutritt Mittlere Reife oder Abitur. Ausbildungsdauer 3 Jahre: duale Ausbildung Betrieb/ Berufsschule. Sonnenseite Der Beruf ist abwechslungsreich und anspruchsvoll: Von der Zimmer- reservation bis zur Personalschu- lung, vom Bilanzieren bis Servieren oder fremdsprachig Verhandeln ist alles dabei. Vielseitige Menschen kommen hier voll zum Zuge. Schattenseite Gäste können einen manchmal schon strapazieren. Extrawünsche und Reklamationen, ob berech- tigt oder nicht: Ständig wird man gefordert, muss in allen Situationen aber dennoch ruhig und freundlich bleiben. Vorurteil »Das ist gar kein richtiger Kauf- mann, eher einMädchen für alles!« Realität Ein Hotel ist eine »kleine Welt für sich«, in der der Gast König ist! Alles soll seinem Wohlbehagen dienen: Dadurch muss der Hotelkaufmann wirklich außergewöhnlich flexibel sein, denn er springt überall ein, wo es nötig ist, ob Rezeption oder Service, Bar oder Magazin. Was, wozu? Damit die Angestellten eines Hotels sich wohl fühlen und gut arbeiten, schult, motiviert und betreut sie der Hotelkaufmann sorgsam. Damit alle Waren in genügendem Maße vorhanden sind, kontrolliert die Hotelkauffrau regelmäßig die Lagerbestände und macht Bestel- lungen. Damit sich die Gäste während ihres kurzen Aufenthalts in der Stadt schnell orientieren können, gibt ihnen der Hotelkaufmann einen Stadtplan und alle gewünschten Auskünfte. Damit die Angestellten EndeMonat pünktlich ihren Lohn erhalten, führt die Hotelkauffrau sorgfältig Buch und gibt rechtzeitig die Überwei- sungen auf die verschiedenen Bank- konten in Auftrag. Damit während der Hochsaison kein Personalengpass entsteht, kümmert sich der Hotelkaufmann rechtzeitig umAushilfskräfte und – falls es Ausländer sind – um deren Arbeitserlaubnis und Versiche- rungsbestätigung. Entwicklungsmöglichkeiten Hoteldirektion Personalchef/in, Geschäftsführung Assistenz Geschäftsführung Empfangschef/in Hotelkaufmann/-frau Bereitschaft zur Mobilität Flexibilität Fremdsprachen Freundliches, offenes Wesen Genaues und ausdauerndes Arbeiten Kontaktfreude Redegewandtheit Sinn für Zahlen Verantwortungsbewusstsein Verschwiegenheit

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