Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 107 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 36% 64% Hotelfachmann/-frau ‹ reservieren, betreuen, empfangen, planen, begrüßen, haushalten, kontrollieren › Kaum ein Beruf ist vielseitiger! Gäste, Mitarbeiter, Lieferanten: Der Hotelfach- mann und die Hotelfachfrau sind der ruhende Pol für alle und wahren stets den Überblick.  Mit Organisationstalent, Flexibilität und Einsatzbereitschaft kümmern sie sich um Bestellungen, Rechnungen, Re- servierungen und einiges mehr, stets exakt und termingerecht.  Angehende Hotelfachleute lernen in verschiedenen Einsatzgebieten: Küche, Housekeeping (Etage), Service, Bankett- verkauf und Empfang, deshalb sind sie immer wieder auch im Restaurant, Zim- merservice oder in der Küche anzutref- fen. Besonders wichtig sind ihre Bera- tungs- und Verkaufsgespräche mit den Gästen. Dabei bearbeiten sie Anfragen und erstellen Angebote, bestätigen und bearbeiten Aufträge. Am Empfang neh- men die Hotelfachleute Reservierungen entgegen – auch in Fremdsprachen – und halten sie in der Zimmerbelegung fest. Wenn Gäste abreisen, erstellen sie die Rechnungen. Oder sie planen Maßß- nahmen zum Marketing, führen die- se durch und kontrollieren den Erfolg. Sprachliche Gewandtheit, Diskretion, Vertrautheit mit Telefax und Computer (Internet) ist Hotelfachleuten selbstver- ständlich. Ebenso kennen sie die lokalen Sehenswürdigkeiten sowie kulinarische und kulturelle Angebote. Dazu müssen sie auch gut improvisieren können, etwa bei falschen Lieferungen, Rohrbruch, Diebstahl oder medizinischen Notfällen.  Ein gutes Hotel verdankt seinen Ruf wesentlich dem Können seiner Hotel- fachleute. Mit dieser Ausbildung kann man in der ganzen Welt arbeiten und Karriere machen. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Be- trieben nachfragen. Mittlerer Bil- dungsabschluss empfohlen. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Industrie und Handel): duale Ausbildung Betrieb/Berufs- schule. Sonnenseite Es ist ein vielseitiger, krisensicherer Beruf. Bei gutem Einsatz kann man relativ schnell Führungspositionen erreichen. Schattenseite Es braucht manchmal gute Nerven, um ständig freundlich, geduldig und kompetent zu sein und die Wünsche aller Gäste zu erfüllen. Vorurteil »Da kann ich bald ein ganzes Hotel herumkommandieren.« Realität Zwar ist der berufliche Aufstieg relativ schnell zu erreichen, doch »Kommandieren« ist nicht ange- sagt! Gewünscht wird ein koope- ratives Anleiten, das hohe Kom- petenz, Taktgefühl und Organisa- tionstalent erfordert. Was, wozu? Damit sich die Gäste vom ersten Moment an wohlfühlen, begrüßt sie der Hotelfachmann freundlich an der Rezeption, gibt ihnen ihren Schlüssel und lässt ihr Gepäck auf das richtige Zimmer bringen. Damit kein Materialengpass ent- steht – also immer genug Bett­ wäsche, Lebensmittel, Seife, Blu- men usw. vorhanden sind –, be- stellt die Hotelfachfrau alles recht- zeitig und ausreichend nach. Damit immer genügend Personal vorhanden ist, erstellt der Hotel- fachmann einen Dienstplan, wobei er die Wünsche der Mitarbeiter so gut wie möglich berücksichtigt. Damit die Gäste mit der richti- gen Währung einkaufen können, wechselt die Hotelfachfrau Geld oder nimmt Kreditkarten entge- gen. Damit das Bankett reibungslos ab- laufen kann, nimmt der Hotelfach- mann die Reservierungen mit allen Einzelheiten auf und organisiert die Einsätze der Mitarbeiter, die spe- ziell verlangten Lebensmittel, Ge- tränke und Blumenarrangements. Damit der Banketttisch attraktiv aussieht, arrangiert und überwacht die Hotelfachfrau das Dekorieren der Tafel. Entwicklungsmöglichkeiten Selbständige/r Unternehmer/in Gastronom/in (staatl. geprüft), Betriebswirt/in (staatl. geprüft) Hotelmeister/in (nach 5 Jahren Praxis), Ausbilder/in Restaurantfachmann/-frau, Hotelfachmann/-frau mit Europaqualifikation (je 1 Jahr Zusatzausbildung) Empfangschef/in, Magazinverwalter/in, Hausdame/Housekeeper, Public-Relations-Manager/in, Reservierungs-, Bankettmanager/in, Sommelier/-ère (Spezialisierungen) Hotelfachmann/-frau Diskretion Einsatzbereitschaft Flexibilität Gepflegtes Äußeres, gute Umgangsformen Gesunde Beine (Stehen) Gute Ausdrucksfähigkeit, Fremdsprachen Gutes Gedächtnis Kontaktfreudigkeit Organisationstalent Vielseitigkeit

RkJQdWJsaXNoZXIy NjUxMjQ0