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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 106 98% 2% Holzbearbeitungs- mechaniker/in ‹ auswählen, vermessen, entrinden, zuschneiden, hobeln, beleimen › Der Holzbearbeitungsmechaniker und die Holzbearbeitungsmechanikerin tref- fen die Qualitätswahl für das Stamm- holz auf dem Rundholzplatz der Säge- rei. Danach kommen die ausgewählten Baumstämme in die maschinelle Wei- terverarbeitung.  Mit modernen Sägeanlagen und Pro- filzerspanern schneiden die Holzbear- beitungsmechaniker das Stammholz zu. Daraufhin gelangt es ins Hobelwerk oder in die Plattenproduktion, wo es fachge- recht zu Brettern, Latten oder Balken verarbeitet wird. Zwischendurch wer- den die Sägeblätter und -bänder an den Präzisionsgeräten der Schärferei wieder leicht schneidend gemacht. Die vielfälti- gen Produkte wie Holzwerkstoffe oder Holzleimbauelemente werden dann an die Kundschaft ausgeliefert, an Zimme- reien, Schreinereien und die Industrie.  Ob auf dem Rundholzplatz, Schnitt- holzplatz, in der Sägehalle oder in der Schärferei, Holzbearbeitungsmechani- ker und -mechanikerinnen kommen auf jeder Bearbeitungsstufe mit unterschied- lichen Aufgaben zum Einsatz.  Sie können sich in einer der vier fol- genden Branchen bzw. Wahlqualifi- kationen ausbilden lassen: Sägewerk- serzeugnisse, Hobelwerkserzeugnisse, Leimholzerzeugnisse und Holzwerkser- zeugnisse.  Die Arbeit ist nicht ungefährlich, doch dafür gibt es Sicherheitsvorschriften. Außerdem ist sie heutzutage vom Ein- satz hochmoderner, computergestützter Sägeanlagen geprägt.  Nebst der Kenntnisse vom Rohstoff Holz ist Teamfähigkeit, Präzision und der sichere Umgang mit High-Tech Geräten gefragt. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Industrie): duale Ausbil- dung Betrieb/Berufsschule. Sonnenseite Der Holzbearbeitungsmechaniker ist sowohl draußen (Rund- und Schnittholzplatz) wie auch drinnen (Sägehalle und Schärferei) tätig. Er verarbeitet das vielseitige Natur- produkt Holz. Schattenseite Wenn es stark regnet oder sehr kalt ist, wird die Arbeit im Freien manchmal beschwerlich. Vorurteil »Sägen braucht viel Muskelkraft, aber wenig Köpfchen.« Realität Dank der modernen Sägeanlagen und Hilfsgeräte ist die Arbeit des Holzbearbeitungsmechanikers heute keine Schwerarbeit mehr. Der Beruf kann auch vonMädchen erlernt werden. Die Holzbearbei- tungsmechanikerinmuss jedoch die komplizierten technischen Anlagen handhaben können und die ver- schiedenen Holzarten kennen. Was, wozu? Damit die Holzverarbeitung zügig vor sich geht, arbeitet der Holzbe- arbeitungsmechaniker immer mit einem oder mehreren Berufskol- legen zusammen. Damit der Rohstoff Holz optimal ausgenützt wird, vermisst und berechnet die Holzbearbeitungs- mechanikerin die Rundhölzer und teilt sie wohlüberlegt ein. Damit das Holz exakt zugeschnitten wird, schärft der Holzbearbeitungs- mechaniker regelmäßig alle Säge- geräte und wechselt Sägebänder und -blätter aus. Damit das zugeschnittene Holz rasch und zuverlässig ausgeliefert werden kann, ordnet es die Holz- bearbeitungsmechanikerin auf dem Schnittholzplatz nach Art, Qualität, Länge, Breite und Dicke. Damit das zugeschnittene Holz vor Sonne und Regen geschützt ist, deckt der Holzbearbeitungsme- chaniker die Stapel sorgfältig ab. Entwicklungsmöglichkeiten Bachelor of Engineering Techniker/in Betriebsleiter/in Industriemeister/in (mindestens 3 Jahre) Holzbearbeitungsmechaniker/in Exakte Arbeitsweise Freude am Rohstoff Holz Gute Gesundheit Gutes Reaktionsvermögen Ordnungssinn Rechnerische Gewandtheit Teamfähigkeit Technisches Verständnis Verantwortungsbewusstsein Zuverlässigkeit

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