Berufskatalog 2023 des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 100 keine Angaben keine Angaben Grafikdesigner/in ‹  entwickeln, aufzeichnen, entwerfen, besprechen, illustrieren, bestimmen › Grafikdesigner und Grafikdesignerin entwerfen je nach Tätigkeitsgebiet z. B. Verpackungen für Waren, Schriftzüge für Unternehmen, gestalten Kundenzeitschriften, Broschüren, Prospekte, Plakate, Inserate und vieles mehr. Das Produkt soll durch sein Aussehen »ins Auge springen« und bestimmte Eindrücke wecken, die ihrerseits ein bestimmtes Verhalten der Betrachter auslösen sollen. In der Fachsprache wird Werbegrafik denn auch als »visuelle Kommunikation« bezeichnet. Die Grafikdesigner besprechen mit dem Werbeberater oder Auftraggeber die angestrebte Aussage des Werbemittels. Daraufhin erarbeiten sie einen oder mehrere Entwürfe oder Modelle. Oft wird der gewählte Entwurf noch mehrfach verändert, bis der gewünschte Effekt erreicht ist. Hat der Kunde den Vorschlag akzeptiert, werden die Vorlagen für die Realisierung (Herstellung) erstellt. Immer mehr Grafikdesignerinnen setzen für ihre Arbeit Computer mit vielseitigen Grafikprogrammen ein. Die Arbeit unterliegt ständiger Kritik, sowohl von den Teamkollegen wie vom Auftraggeber oder gar der Öffentlichkeit. GrafikZutritt Fachhochschulreife der Fachoberschule für Gestaltung; bei Fachhochschulreife einer anderen Fachoberschule müssen Eignungsprüfungen und Praktika absolviert werden. Ausbildungsdauer 6–8 Semester an einer Fach- oder Gesamthochschule oder Hochschule der Künste. Sonnenseite Jeder Auftrag ist eine neue Herausforderung. Grafikdesigner arbeiten oft im Team, was den Austausch von Ideen ermöglicht. Mit Freude und Stolz betrachten sie die fertig gestellten Produkte. Schattenseite Werbemittel können meist nicht schnell genug fertiggestellt sein. Grafikdesigner und Grafikdesignerinnen arbeiten deshalb zwischendurch bis in die Nacht. Vorurteil »In diesem Beruf kann man seine künstlerische Ader ausleben.« Realität Grafikdesignerinnen brauchen Fantasie und Ideenreichtum, um originelle Werbemittel zu schaffen. Dabei können sie aber nicht einfach ihrer künstlerischen Fantasie folgen. Sie müssen sich den Aussagen und Vorgaben des Auftraggebers und dem eingesetzten Budget anpassen. Ihr beruflicher Erfolg ist der Publikumserfolg ihrer Werbemittel, der gesteigerte Absatz der Ware, für die geworben wurde. Was, wozu? Damit die Grafikdesignerin weiß, welche Informationen sie optisch umsetzen soll, bespricht sie den Auftrag eingehend mit dem Werbeberater, der den Kontakt zum Kunden pflegt. Damit der Leser des Berufskataloges einen Eindruck vom Arbeitsplatz eines bestimmten Fachmanns erhält, wählt der Grafikdesigner mit der Fotografin die Fotos aus. Dann bestimmt er den Bildausschnitt, der gedruckt werden soll. Damit ein Unternehmen z.B. Bewerber für eine Lehrstelle findet, entwirft die Grafikdesignerin ein Inserat, das den Jugendlichen auffällt und sie anspricht. Damit ein Unternehmen schon über seinen Firmennamenwiedererkannt wird, entwickelt der Grafikdesigner einen speziellenmarkanten Schriftzug (Firmen-Logo). Damit die Kundenzeitschrift den Kunden zum Lesen verführt, ergänzt die Grafikdesignerin einzelne Beiträge mit humorvollen Illustrationen und erstellt ein attraktives Layout (Text-/Bildgestaltung der Seiten). Damit der Prospekt in der Druckerei korrekt gedruckt werden kann, erstellt der Grafik-Designer eine exakte Vorlage, auf der alle Besonderheiten, (z. B. Farbe, Schriftwahl) angegeben sind. Dazu braucht er Kenntnisse der Druck- und Reprotechnik. Entwicklungsmöglichkeiten Unternehmer/in (eigenes Atelier) Art Director, Visuelle/r Gestalter/in Industrie-Designer/in Ausstellungsgestalter/in Grafikdesigner/in Ausgeprägter Formen- und Farbensinn Exakte Arbeitsweise Fantasie Gute Allgemeinbildung Handwerkliches Geschick Kombinationsgabe Kontaktfreudigkeit Teamfähigkeit Vorstellungsvermögen Zeichnerische Begabung designer sollten daher über eine ausgeprägte Kritikfähigkeit verfügen, d. h. Kritik »verkraften« können wie auch selber üben können. Ziel ihrer Entwürfe ist eine gezielte Kommunikation, und dafür arbeiten sie mit Soziologen, Technikern, Marktforschern und Textern zusammen.

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