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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 100 keine Angaben keine Angaben Grafikdesigner/in ‹ entwickeln, aufzeichnen, entwerfen, besprechen, illustrieren, bestimmen › Grafikdesigner und Grafikdesignerin entwerfen je nach Tätigkeitsgebiet z.B. Verpackungen für Waren, Schriftzüge für Unternehmen, gestalten Kunden- zeitschriften, Broschüren, Prospekte, Plakate, Inserate und vieles mehr.  Das Produkt soll durch sein Aussehen »ins Auge springen« und bestimmte Eindrücke wecken, die ihrerseits ein bestimmtes Verhalten der Betrachter auslösen sollen. In der Fachsprache wird Werbegrafik denn auch als »visu- elle Kommunikation« bezeichnet.  Die Grafikdesigner besprechen mit dem Werbeberater oder Auftraggeber die angestrebte Aussage des Werbe- mittels. Daraufhin erarbeiten sie einen oder mehrere Entwürfe oder Modelle. Oft wird der gewählte Entwurf noch mehrfach verändert, bis der gewünschte Effekt erreicht ist.  Hat der Kunde den Vorschlag akzep- tiert, werden die Vorlagen für die Rea- lisierung (Herstellung) erstellt. Immer mehr Grafikdesignerinnen setzen für ihre Arbeit Computer mit vielseitigen Grafikprogrammen ein. Die Arbeit unterliegt ständiger Kritik, sowohl von den Teamkollegen wie vom Auftragge- ber oder gar der Öffentlichkeit. Grafik- Zutritt Fachhochschulreife der Fachober- schule für Gestaltung; bei Fach- hochschulreife einer anderen Fachoberschule müssen Eignungs- prüfungen und Praktika absolviert werden. Ausbildungsdauer 6–8 Semester an einer Fach- oder Gesamthochschule oder Hoch- schule der Künste. Sonnenseite Jeder Auftrag ist eine neue Heraus- forderung. Grafikdesigner arbeiten oft im Team, was den Austausch von Ideen ermöglicht. Mit Freude und Stolz betrachten sie die fertig gestellten Produkte. Schattenseite Werbemittel können meist nicht schnell genug fertiggestellt sein. Grafikdesigner und Grafikdesigne- rinnen arbeiten deshalb zwischen- durch bis in die Nacht. Vorurteil »In diesem Beruf kann man seine künstlerische Ader ausleben.« Realität Grafikdesignerinnen brauchen Fan- tasie und Ideenreichtum, um ori- ginelle Werbemittel zu schaffen. Dabei können sie aber nicht einfach ihrer künstlerischen Fantasie folgen. Sie müssen sich den Aussagen und Vorgaben des Auftraggebers und dem eingesetzten Budget anpas- sen. Ihr beruflicher Erfolg ist der Publikumserfolg ihrer Werbemittel, der gesteigerte Absatz der Ware, für die geworben wurde. Was, wozu? Damit die Grafikdesignerin weiß, welche Informationen sie optisch umsetzen soll, bespricht sie den Auftrag eingehend mit dem Wer- beberater, der den Kontakt zum Kunden pflegt. Damit der Leser des Berufskatalo- ges einen Eindruck vom Arbeits- platz eines bestimmten Fachmanns erhält, wählt der Grafikdesigner mit der Fotografin die Fotos aus. Dann bestimmt er den Bildausschnitt, der gedruckt werden soll. Damit ein Unternehmen z.B. Bewer- ber für eine Lehrstelle findet, ent- wirft die Grafikdesignerin ein Inse- rat, das den Jugendlichen auffällt und sie anspricht. Damit ein Unternehmen schon über seinen Firmennamenwiedererkannt wird, entwickelt der Grafikdesigner einen speziellenmarkanten Schrift- zug (Firmen-Logo). Damit die Kundenzeitschrift den Kunden zum Lesen verführt, ergänzt die Grafikdesignerin ein- zelne Beiträge mit humorvollen Illustrationen und erstellt ein attrak- tives Layout (Text-/Bildgestaltung der Seiten). Damit der Prospekt in der Dru­ ckerei korrekt gedruckt werden kann, erstellt der Grafik-Desig- ner eine exakte Vorlage, auf der alle Besonderheiten, (z. B. Farbe, Schriftwahl) angegeben sind. Dazu braucht er Kenntnisse der Druck- und Reprotechnik. Entwicklungsmöglichkeiten Unternehmer/in (eigenes Atelier) Art Director, Visuelle/r Gestalter/in Industrie-Designer/in Ausstellungsgestalter/in Grafikdesigner/in Ausgeprägter Formen- und Farbensinn Exakte Arbeitsweise Fantasie Gute Allgemeinbildung Handwerkliches Geschick Kombinationsgabe Kontaktfreudigkeit Teamfähigkeit Vorstellungsvermögen Zeichnerische Begabung designer sollten daher über eine aus- geprägte Kritikfähigkeit verfügen, d. h. Kritik »verkraften« können wie auch selber üben können.  Ziel ihrer Entwürfe ist eine gezielte Kommunikation, und dafür arbeiten sie mit Soziologen, Technikern, Marktfor- schern und Textern zusammen.

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