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Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 99 Mehr Berufe und mehr Infos auf www.berufskunde.de 75% 25% Goldschmied/in ‹ gießen, sägen, feilen, löten, entwerfen, biegen, polieren, kombinieren › Fasziniert bleiben die Menschen vor Schmuckgeschäften stehen und bewun- dern die Ringe, Armbänder, Broschen.  Gold und Edelsteine sind das Arbeits- material der Goldschmiedin und des Goldschmieds. Sie »schmieden« (for- men) Gelb-, Rot- und Weißgold sowie das besonders kostbare Platin und setzen Juwelen wirkungsvoll in Fassungen ein. Ohrringe, Perlketten, Broschen, Diademe: Es gibt kaumetwas, was die Goldschmie- dinnen nicht fertigen können. Auch alle Verschlüsse machen sie selbst.  AmAnfang steht immer der Entwurf: Die Goldschmiede zeichnen einen oder mehrere Entwürfe des gewünschten Schmuckstücks – entweder nach spe- ziellem Kundenauftrag oder nach freier Vorstellung. Nach Absprache mit dem Kunden fertigen sie das Stück dann an ihremWerktisch imGoldschmiede-Ate- lier mit viel Sorgfalt, Geschick und künst- lerischem Feingefühl. Aus Silber stellen sie meist größere Gegenstände her, was auchmehr Kraft braucht. Auch Änderun- gen und Reparaturen übernehmen sie.  Ist die Goldschmiede mit einem Ver- kaufsgeschäft kombiniert, dann haben die Goldschmiedinnen und Gold- schmiede vermehrt Kundenkontakt beim Beraten und Verkaufen. Oft sind es die Inhaber selbst, die die Kunden bedienen, ihreWünsche mit ihnen besprechen und ihnen dann die ersten Vorschläge unter- breiten. In einem größeren Atelier ent- werfen meist erfahrene Goldschmiede die Kollektion.  Der Beruf kann in drei Fachrichtun- gen erlernt werden: Schmuck, Juwelen oder Ketten. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss, höhere Schulbildung vorteilhaft; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Ausbildungsdauer 3,5 Jahre (Handwerk + Industrie): duale Ausbildung Betrieb/Berufs- schule. Sonnenseite Die Goldschmiedin stellt meist Ein- zelstücke oder kleinere Serien her. Das Endprodukt ist ein wertvolles Kunstwerk. Teilzeitarbeit ist in die- sem Beruf gut möglich. Schattenseite Der Goldschmied muss oft unter Zeitdruck arbeiten, denn der Kunde will seinen bestellten Schmuck möglichst bald tragen. Vorurteil »Der Goldschmied ist ein Künstler: Er entwirft seine Schmuckstücke frei und unabhängig.« Realität Es braucht Erfahrung, ständigeWei- terbildung und künstlerisches Flair, bis der Goldschmied seine Kreatio- nen verkaufen kann. Was, wozu? Damit Frauen und Männer ihren individuellen Schmuck tragen kön- nen, fertigt ihn der Goldschmied speziell nach Kundenwünschen an. Damit das Schmuckstück den Vor- stellungen des Kunden entspricht, zeichnet die Goldschmiedin ver- schiedene Entwürfe und unter- breitet sie ihm. Damit der Besitzer ein Schmuck- stück, das ihmsehr lieb ist, jedoch im Verlaufe der Zeit Schaden genom- men hat, weiterhin tragen kann, bearbeitet es der Goldschmied, bis es wieder wie neu aussieht. Damit die Goldschmiedin Schmuck- stücke verschiedener Preislagen anbieten kann, kauft er Halbfa- brikate ein und fertigt kleinere Serien an. Damit eine Brosche selbst ohne farbige Edelsteine kostbar wirkt, kombiniert der Goldschmied Rot-, Gelb- undWeißgoldstücke zu inte- ressanten Formen. Damit die Edelsteine eines Schmuck­ stückes gut halten, formt die Gold- schmiedin für jeden Stein eine genau passende Fassung. Entwicklungsmöglichkeiten Betriebsleitung Schmuckentwerfer/in, Restaurator/in (nach Kunstakademie) Atelierchef/in, Vorarbeiter/in Goldschmiedemeister/in Zeichner/in, Modellmacher/in, Produktegestaltung Goldschmied/in Unternehmer/in Ausdauer, Konzentration Genauigkeit Gutes Sehvermögen Gutes Vorstellungsvermögen Handgeschicklichkeit Keine Allergien Kombinationsgabe Kreativität Selbständigkeit Zeichnerische Begabung

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