Berufskatalog 2023 des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 98 98% 2% Gleisbauer/in ‹  messen, sägen, bohren, schweißen, kontrollieren, verlegen, betonieren › Viele Tausend Kilometer Eisenbahnschienen durchziehen Deutschland und die Geschwindigkeit der Züge, die darauf verkehren, wird immer höher. Damit dieses riesige Streckennetz jederzeit in einem optimalen Zustand ist und das Unfallrisiko minimal bleibt, werden die Gleise ständig kontrolliert. Die Sicherheit der Bahnfahrgäste hängt von der genauen Arbeit der Gleisbauerin und des Gleisbauers ab. Die Gleisbauer sind für die Wartung des Streckennetzes verantwortlich. Dazu führen sie regelmäßig Kontrollmessungenmit modernstenMessgeräten (Laser, GPS) durch, beheben Fehler und ersetzen schadhaftes Material so schnell wie möglich. Für die Montage von Geleisen und Weichen verwenden sie Winden, Rollen oder auch Kräne. Besonders eindrucksvoll sind die großen Maschinen, mit denen die schweren Schienen verlegt werden. Manche Unterhalts- und Reparaturarbeiten werden nur nachts ausgeführt, weil sie den Verkehr am Tag zu stark beeinträchtigen würden. All dieseArbeiten führen dieGleisbauer selbständig und meist im Team durch. Als Grundlage dienen ihnen technische Unterlagen und Arbeitsaufträge. Immer prüfen sie ihre Arbeit auf Qualität und dokumentieren sie. Sie berechnen die erbrachte Leistung und übergeben die geräumte Baustelle pünktlich. Ihr Arbeitsplatz ist imFreien undwechselt ständig. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrieben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre duale Ausbildung: einerseits in der Berufsschule, andererseits im Betrieb und im überbetrieblichen Ausbildungszentrum. In den ersten 2 Jahren erfolgt die Grundbildung zum Tiefbaufacharbeiter, danach 1 Jahr Vertiefungsausbildung zum Gleisbauer. Sonnenseite Von der Straße auf die Schiene! Züge transportieren ein Vielfaches der Lastwagen, und dies auch noch umweltschonend. Die Gleisbauer machen es möglich. Schattenseite Gleisbauerinnen arbeiten unregelmäßig, auch nachts und am Wochenende. Zudem kann Hitze, Regen oder Kälte die Arbeit im Freien beschwerlich machen. Vorurteil »Gleisbauen ist körperlich harte Arbeit!« Realität Eine widerstandsfähige Konstitution ist für das Montieren der Gleise und für das Arbeiten im Freien vorteilhaft. Heute stehen den Gleisbauern jedoch verschiedene Hilfsmaschinen zur Verfügung, die ihnen die Schwerstarbeit abnehmen. Was, wozu? Damit die Gleis-Baustelle aus Sicherheitsgründen schon von weitem leicht zu erkennen ist, sichert sie der Gleisbauer mit akustischen und optischen Alarmanlagen ab. Damit die Zugstrecke bei Bauarbeiten nicht lange blockiert ist und der Verkehr flüssig bleibt, arbeitet die Gleisbauerin speditiv. Damit ein neues Schienenteil eingesetzt werden kann, trennt der Gleisbauer das beschädigte Material an Ort und Stelle ab und löst es von den Schwellen. Damit Schienenstücke gut zusammenhalten, wenn tonnenschwere Züge darüber donnern, verschweißt sie die Gleisbauerin sorgfältig. Damit die Signale entlang der Fahrstrecke für die Lokführer immer gut sichtbar sind, schneidet die Gleisbauerin Büsche und Bäume entsprechend zurück. Damit Sicherheitsrisiken durch Schäden an den Schienen frühzeitig erkannt werden, kontrolliert der Gleisbauer die Strecken regelmäßig. Entwicklungsmöglichkeiten Master of Engineering, Unternehmer/in Techniker/in, Bachelor of Engineering Polier/in, Meister/in Vorarbeiter/in, Werkpolier/in Gleisbauer/in Ausdauer Bereitschaft zu unregelmäßiger Arbeitszeit Freude am Arbeiten im Freien Gute Gesundheit Handwerkliches Geschick Interesse für Mechanik und Maschinen Teamfähigkeit Technisches Geschick Verantwortungsbewusstsein Zuverlässigkeit

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