Berufskatalog -K- des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 98 98% 2% Gleisbauer/in ‹messen, sägen, bohren, schweißen, kontrollieren, verlegen, betonieren › Viele Tausend Kilometer Eisenbahnschie- nen durchziehen Deutschland und die Geschwindigkeit der Züge, die darauf verkehren, wird immer höher.  Damit dieses riesige Streckennetz jederzeit in einem optimalen Zustand ist und das Unfallrisiko minimal bleibt, werden die Gleise ständig kontrolliert. Die Sicherheit der Bahnfahrgäste hängt von der genauen Arbeit der Gleisbauerin und des Gleisbauers ab.  Die Gleisbauer sind für die Wartung des Streckennetzes verantwortlich. Dazu führen sie regelmäßig Kontrollmessun- genmit modernstenMessgeräten (Laser, GPS) durch, beheben Fehler und erset- zen schadhaftes Material so schnell wie möglich. Für die Montage von Geleisen und Weichen verwenden sie Winden, Rollen oder auch Kräne. Besonders ein- drucksvoll sind die großen Maschinen, mit denen die schweren Schienen ver- legt werden. Manche Unterhalts- und Reparaturarbeiten werden nur nachts ausgeführt, weil sie den Verkehr am Tag zu stark beeinträchtigen würden.  All dieseArbeiten führen dieGleisbauer selbständig und meist im Team durch. Als Grundlage dienen ihnen technische Unterlagen und Arbeitsaufträge.  Immer prüfen sie ihre Arbeit auf Qua- lität und dokumentieren sie. Sie berech- nen die erbrachte Leistung und überge- ben die geräumte Baustelle pünktlich.  Ihr Arbeitsplatz ist imFreien undwech­ selt ständig. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrie- ben nachfragen. Ausbildungsdauer 3 Jahre duale Ausbildung: einerseits in der Berufsschule, andererseits im Betrieb und im überbetrieblichen Ausbildungszentrum. In den ersten 2 Jahren erfolgt die Grundbildung zum Tiefbaufachar- beiter, danach 1 Jahr Vertiefungs- ausbildung zum Gleisbauer. Sonnenseite Von der Straße auf die Schiene! Züge transportieren ein Vielfaches der Lastwagen, und dies auch noch umweltschonend. Die Gleisbauer machen es möglich. Schattenseite Gleisbauerinnen arbeiten unre- gelmäßig, auch nachts und am Wochenende. Zudem kann Hitze, Regen oder Kälte die Arbeit im Frei- en beschwerlich machen. Vorurteil »Gleisbauen ist körperlich harte Arbeit!« Realität Eine widerstandsfähige Konstitu- tion ist für das Montieren der Gleise und für das Arbeiten im Freien vor- teilhaft. Heute stehen den Gleis- bauern jedoch verschiedene Hilfs- maschinen zur Verfügung, die ihnen die Schwerstarbeit abnehmen. Was, wozu? Damit die Gleis-Baustelle aus Sicherheitsgründen schon von wei- tem leicht zu erkennen ist, sichert sie der Gleisbauer mit akustischen und optischen Alarmanlagen ab. Damit die Zugstrecke bei Bauarbei- ten nicht lange blockiert ist und der Verkehr flüssig bleibt, arbeitet die Gleisbauerin speditiv. Damit ein neues Schienenteil ein- gesetzt werden kann, trennt der Gleisbauer das beschädigte Mate- rial an Ort und Stelle ab und löst es von den Schwellen. Damit Schienenstücke gut zusam- menhalten, wenn tonnenschwere Züge darüber donnern, verschweißt sie die Gleisbauerin sorgfältig. Damit die Signale entlang der Fahr- strecke für die Lokführer immer gut sichtbar sind, schneidet die Gleis- bauerin Büsche und Bäume ent- sprechend zurück. Damit Sicherheitsrisiken durch Schäden an den Schienen frühzei- tig erkannt werden, kontrolliert der Gleisbauer die Strecken regelmäßig. Entwicklungsmöglichkeiten Master of Engineering, Unternehmer/in Techniker/in, Bachelor of Engineering Polier/in, Meister/in Vorarbeiter/in, Werkpolier/in Gleisbauer/in Ausdauer Bereitschaft zu unregelmäßiger Arbeitszeit Freude am Arbeiten im Freien Gute Gesundheit Handwerkliches Geschick Interesse für Mechanik und Maschinen Teamfähigkeit Technisches Geschick Verantwortungsbewusstsein Zuverlässigkeit

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