Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 222 5% 95% Zerspanungs- mechaniker/in ‹ auswählen, einrichten, programmieren, warten, aufspannen, überwachen › Der Zerspanungsmechaniker und die Zerspanungsmechanikerin richten unterschiedliche computergesteuerte Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen ein und überwachen sie. Dabei produzieren sie verschiedene anspruchsvolle Dreh- und Frästeile: Die Tendenz hin zu komplexen Bauteilen ist steigend. Zerspanungsmechaniker stellen die Maschine für jeden Kunden genau auf die gewünschte Form und Qualität ein. Diese überprüfen und optimieren sie ständig, denn es wird höchste Form- und Maßgenauigkeit erwartet. Zerspanungsmechaniker arbeiten aber auch an ganz konventionellen Maschinen. Der Arbeitsplatz der Zerspanungsmechanikerin ist die riesige Produktionshalle einer Metall verarbeitenden Fabrik. Die Werkstücke (Gusseisen/Stahl oder Nichtmetall) werden mit einer Vielzahl von passenden Werkzeugen bearbeitet, in die eingerichtete Maschine eingespannt undmit dementsprechenden Schleifkörper versehen. Während des Schleifens z. B. geben die Zerspanungsmechaniker immer wieder Kühlschmierflüssigkeit dazu, damit der Vorgang optimal läuft. Wenn der Schleifkörper anfängt, stumpf zuwerden – erkennbar durch veränderten Funkenflug und Blau-Färbung des Werkstücks –, wird er ausgetauscht. Deshalb brauchen Zerspanungsmechanikerinnen stets ein waches Auge. Zutritt Mindestens Hauptschulabschluss; in der Berufsberatung und in Betrieben nachfragen. Gute Leistungen im Rechnen sowie in naturwissenschaftlichen Fächern erwünscht. Ausbildungsdauer 3,5 Jahre (Industrie + Handwerk): duale Ausbildung Betrieb/Berufsschule. Es gibt vier Fachrichtungen: Fräsmaschinen-, Drehautomaten-, Drehmaschinen- oder Schleifmaschinensysteme. Sonnenseite Jeder Auftrag stellt neue Anforderungen. Zerspanungsmechaniker können aufgrund ihrer Fachkenntnisse schon in jungen Jahren Führungsaufgaben übernehmen. Schattenseite Die Maschinen machen Lärm und können Ölstaub abgeben. Vorurteil »Wenn die Maschinen einmal eingerichtet sind, läuft alles von selbst.« Realität Ständige Wachsamkeit, Kontrolle und Lernbereitschaft sind gefordert, denn auch Maschinen sind nicht perfekt; es geht immer wieder einmal etwas schief. Was, wozu? Damit der Zerspanungsmechaniker Metallstücke richtig bearbeitet oder Teile korrekt dreht, studiert er die technische Zeichnung und hält sich an die Vorgaben. Damit ein Werkstück die richtige Formerhält, wählt die Zerspanungsmechanikerin das angemessene Werkzeug am Automaten und bestimmt Drehzahl, Vorschub und Schnitttiefe. Damit der Zerspanungsmechaniker die Einstellungen überprüfen kann, fertigt er einige Probestücke und kontrolliert sie. Er nimmt Korrekturen vor, bis die Probestücke den Anforderungen entsprechen. Damit computergesteuerte Automaten für die Produktion bereit sind, gibt die Zerspanungsmechanikerin das Fertigungsprogramm in die Maschine ein. Damit der Fertigungsvorgang optimal läuft, sorgt der Zerspanungsmechaniker dafür, dass immer in angemessener Menge Kühlschmierflüssigkeit dazu fließt. Damit die Zerspanungsmechanikerin sicher ist, dass ihr Werkzeug immer noch scharf ist, kontrolliert sie ständig den Arbeitsvorgang und die Qualität des Werkstückes. Entwicklungsmöglichkeiten Eigenes Unternehmen, Master of Engineering Bachelor of Engineering, Geschäftsführung Techniker/in Industriemeister/in, Technische/r Betriebswirt/in Gruppenführung, Arbeitsvorbereitung, Terminkalkulation, Maßkontrolle usw. Zerspanungsmechaniker/in Ausdauer Freude an der Metallbearbeitung Genauigkeit Handwerkliches Geschick Logisches Denkvermögen PC-Interesse Selbständigkeit Sorgfältige Arbeitsweise Technisches Verständnis Zuverlässigkeit Auf den Lorbeeren ausruhen können sie sich nie, auch in diesem Beruf hat die Digitalisierung Einzug gehalten. Zudem kommen immer neue Techniken dazu. Zerspanungsmechaniker arbeiten in Betrieben der Metallverarbeitung, im Maschinen-, Stahl- oder Leichtmetallbau, in Gießereien oder im Fahrzeugbau.
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