Berufskatalog 2023 des Berufskunde-Verlags

Anforderungsprofil vorteilhaft wichtig sehr wichtig 204 Tierpfleger/in ‹  putzen, füttern, tränken, beobachten, pflegen, aufziehen › Wer selbst ein Tier hat, weiß, dass es mit Füttern allein nicht getan ist. Das Tier braucht darüber hinaus Pflege und Aufmerksamkeit. Die Tierpflegerin und der Tierpfleger sind für das Wohlbefinden verschiedener Tierarten verantwortlich. Das Füttern und Tränken macht dabei nur einen kleinen Teil der Arbeit aus. Viel mehr Zeit nimmt das Putzen der Gehege, Boxen oder Käfige und der Tiere selbst in Anspruch. Tierpflegerinnen bauen aber auch selbst Tierunterkünfte und halten sie instand. Zudem bestimmen sie je nach Größe und Zustand der einzelnen Tiere die Menge und Art des Futters. Dabei prüfen sie sorgfältig die Qualität der Futtermittel. Die Tierpfleger beobachten ihre Tiere immer genau, um bei Paarungsbereitschaft oder Zeichen von Krankheit sofort reagieren zu können. Kranke und verletzte Tiere pflegen sie nach Anweisungen des Tierarztes. Bei Jungtieren kümmern sie sich um möglichst artgerechte Aufzuchtbedingungen. Wenn Tiere an einen anderen Ort transportiert werden sollen, sorgen sie für das fachgerechte Verladen. Immer beachten sie die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes. Man denkt bei dieser Arbeit meistens an Zoos und Tierheime, aber die Pflege der Tiere in Forschungszentren ist genauso wichtig und gefragt. Deshalb spezialisiert man sich im dritten Ausbildungsjahr auf eine von drei Fachrichtungen: »Forschung und Klinik«, »Zoo« oder »Tierheim- und Tierpension«. Zutritt Meist wird ein mittlerer Bildungsabschluss verlangt. Außerdem ist ein mindestens 1 – 2-wöchiges Praktikum erwünscht. Ausbildungsdauer 3 Jahre (Industrie, Handel, öffentlicher Dienst): duale Ausbildung Betrieb/Berufsschule. Sonnenseite Tiere sind sehr dankbare Pfleglinge. Wird ein verletztes oder krankes Tier wieder gesund, ist das eine besondere Freude. Schattenseite Die Arbeit ist zum Teil körperlich recht anstrengend. In regelmäßigen Abständen wird auch am Samstag und Sonntag gearbeitet. Vorurteil »Das Pflegen von Tieren ist sehr schön. Man füttert sie und spielt mit ihnen.« Realität Die Haltung von Tieren erfordert viel Arbeit. Die Tierpflegerin und der Tierpfleger müssen zupacken können, sei es beim Instandhalten von Gehegen oder beim täglichen Putzen der Unterkünfte. Was, wozu? Damit die Tiere nicht von Krankheitserregern angesteckt werden, reinigt und desinfiziert die Tierpflegerin die Gehege und Räume regelmäßig. Damit ein verletztes Tier rasch gesund wird, desinfiziert der Tierpfleger die Wunde, wechselt den Verband sooft wie nötig und pflegt es mit besonderer Aufmerksamkeit. Damit Hunde- und Katzenbesitzer unbeschwert in die Ferien reisen können, sorgt die Tierpflegerin während dieser Zeit in der Tierpension für das Tier. Damit Versuchstiere gut betreut sind, kümmert sich der Tierpfleger Fachrichtung »Forschung und Klinik« um ihre Zucht, Haltung und Pflege und arbeitet bei wissenschaftlichen Projekten mit. Damit sich Wildtiere aus anderen Ländern hier im Zoo oder Wildpark wohlfühlen, richtet die Tierpflegerin die Gehege auf deren Bedürfnisse ein. Damit jedes Tier die richtige Nahrung erhält, kennt der Tierpfleger ihre Nahrungsbedürfnisse und stellt das Futter entsprechend zusammen. Entwicklungsmöglichkeiten Leiter/in eines eigenen Tierheims, Tierinspektor/in Zooinspektor/in (betriebsintern), Tierpflegemeister/in (werkintern) Obertierpfleger/in, Vorarbeiter/in, Futtermeister/in Tierpfleger/in Durchsetzungsvermögen Feingefühl für die Tiere Freude am Pflegen Freude am Umgang mit Tieren Freude an praktischer, körperlicher Tätigkeit Gute Beobachtungsgabe Keine Allergien Kontaktfreude (Tierheim) Kräftige Konstitution Verantwortungsbewusstsein 32% 68%

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